Exkursion des Biologie- Leistungskurses des Erzbischöflichen Friedrich-Spee-Kollegs zum KölnPUB

Am 05.07.12 ist Frau Pesch mit unserem Biologie-Kurs nach Köln angereist, dort haben wir das KölnPUB (das Kürzel PUB steht für Publikum und Biotechnologie) besucht. Frau Kiedrowski hat uns freundlich begrüßt und uns erst einmal die Institution vorgestellt und uns in die Methoden eingewiesen, die wir dann angewendet haben. Wir waren von den Gerätschaften des Labors überrascht; die Geräte kannten wir bisher nur aus der Theorie, nun dürften wir selbständig damit arbeiten.

Wir hatten einen interessanten Plan. Zuerst haben wir Plasmid-DNA isoliert, das heißt, mit Hilfe von verschiedenen Lösungen die Membran, also die Hülle der uns vorgelegten E.Coli Bakterien zerstört, um die DNA freizulegen. Dafür nutzten wir die Pipetten, um nur tausendstel ml der Lösungen zu verwenden. Nachdem wir die Membran der Bakterien zerstört hatten - was wir natürlich nicht sehen konnten, da es fürs Auge nicht sichtbar ist -, wurde die Zentrifuge eingesetzt. Dieses Gerät ist ungefähr so groß wie eine Küchenwaage und dreht sich bis zu 15000 mal in einer Minute. Zum Vergleich: eine Waschmaschine schafft gerade mal 1800 Umdrehungen. Also dieses kleine Ding hat richtig viel power. Nun stellten wir also unsere Proben in das kleine Kraftpaket und ließen die aufgeplatzten Bakterien zehn Minuten schleudern, danach konnten wir unsere DNA von der Hülle trennen und die Restteile der Bakterien aussortieren. Aus dieser DNA haben wir dann zum Schluss einen genetischen Fingerabdruck auf einer Wackelpudding ähnlichen Substanz (Agarosegel ) bekommen. Dieses war blau gefärbt und hatte beim genaueren Hinsehen dunklere Stellen, die Banden der Nucleotidketten nach der Elektrophorese. Jeder von uns bekam noch sein eigenes Foto der Gelelektrophorese und natürlich auch den Original-Fingerabdruck.

Das Arbeiten hat uns viel Freude bereitet, weil wir unser theoretisches Wissen anwenden konnten.

Bilder