Ausflug zum Kolumba Kunstmuseum des Erzbistums in Köln

Art is Liturgy - Kunst ist Liturgie
 

 


 

Am 14. Januar 2013 besuchte unser H3-Religionskurs mit Frau Ansorge das erzbischöfliche Kunstmuseum in Köln.

 

Das Kolumba Museum ist etwas anders als die üblichen Museen. Es ist alles sehr einfach gehalten, es gibt nur Führungen in kleinen Gruppen und die Atmosphäre ist eher privat. Es wurde nicht einfach nur ein Vortrag gehalten, sondern ein Dialog mit uns geführt, sodass sich jeder einbringen konnte. Von der späten Antike bis zur heutigen Zeit waren viele Ausstellungsstücke vertreten. Die Beschriftungen der jeweiligen Stücke findet der Besucher nicht vor Ort selber, sondern kann in einem kleinen Heftchen blättern, um sich zu informieren.

 


Zu Beginn sprachen wir über das große Gemälde gleich im Bereich des Eingangs. Es stammt von Robert Klümpen und ist ein dreiteiliges Acrylgemälde. Darauf abgebildet war das Innere einer Kirche mit nur einem Menschen. Es wirkte von der räumlichen Darstellung so, als ob man selber in das Bild hineingehen könnte; auch die Größenverhältnisse stimmten, wenn man sich davorstellte. Die Kirche wurde mit dem Theater verglichen und es wurden viele Parallelen zwischen beiden entdeckt, durch Fragen, die uns gestellt worden sind.

 
  Weiterhin sollte uns ein Bild am Ende des Museums gezeigt werden. Als die Gruppe sich aber um die Skulptur „Meat Sculpture With Butterflies“ von Paul Thek versammelte, gab es dazu auch viele Informationen. Hier wurde Ekel im Kontrast zur Schönheit dargestellt. Aus Totem wächst sozusagen neues Leben. Im gleichen Raum befand sich noch eine Holzskulptur, die den Kopf Jesu darstellte, und eine Monstranz. Diese drei Objekte sollten in Zusammenhang gebracht werden, vor allem durch Sätze wie „Das Wort ist Fleisch geworden“, „Fleischwerdung Gottes“ oder „ Der Leib Christi“. Denn in die Monstranz wird quasi der Leib Jesu, sein Fleisch (Hostie), gelegt und an alle Menschen nach ihm weitergegeben.
Gegen Ende der Führung wurde ein Bild besprochen, das Engel, Maria, Jesus, Gott, die Friedenstaube und die Stifterin zeigte. Es ist ein sehr detailreiches Bild, in dem man sogar Pflanzen oder die Kleidung bestimmen kann. Das Kind Jesus war nackt dargestellt, um die „Fleischwerdung Gottes“ zu verdeutlichen. Die Dreifaltigkeit kam ebenfalls in Spiel: Die Taube stellte den Heiligen Geist dar, der ältere Mann Gott und das Kind den Sohn Jesus.

 

 

 


Am Ende besuchten wir noch die Ausgrabungsstätte der Kirche Sankt Kolumba, die uns sehr beeindruckt hat. Sie war die größte und bedeutendste Pfarrgemeinde im Mittelalter in Köln.

Insgesamt war die Gruppe positiv überrascht und fasziniert von den Ausstellungsstücken, denn diese entsprachen nicht den Erwartungen. Sehr interessant waren dazu die Parallelen zur Religion, die man in jedem Ausstellungsstück finden konnte.

Jennifer Holthusen